Im Mai 2019 war es endlich soweit – zum ersten Mal ging es nach Kalymnos… Nein, Scherz, natürlich war ich schon gefühlt hundertmal dort, aber das erste mal durfte ich dort eine kombinierte Kletter- und Yogareise veranstalten. Darauf freute ich mich sehr! Leider stand die Reise für mich aus gesundheitlichen Gründen (Bandscheiben OPs im März) lange auf der Kippe. Nachdem ich eine Woche vor Beginn der Reise aus der Reha raus kam, war für mich aber endgültig klar, dass ich die Reise durchführen werde und ich mir ggfs. Unterstützung von befreundeten Klettertrainern vor Ort holen werden. Also, frisch aus der Reha, ging es am Mittwoch ab nach Kalymnos, wo ich ein paar Tage für mich hatte, um Freunde und Bekannte wieder zu treffen und mich zu erholen.

 Samstag, 25.05.2019 – Anreisetag

Nachdem ich schon seit Mittwoch auf der Insel und bereits mit Roller ausgestattet war, musste nur noch mein Gepäck von Emporios nach Kalamies transportiert werden. Da ich ja nicht schwer heben durfte und den Koffer kaum neben dem Roller herziehen konnte (ja… Koffer, kein Rucksack wg. tragen und so…), suchte ich Hilfe, die ich auch sofort in Eleni und ihrem Mann Costas fand. Wie immer sind alle hier auf der Insel super hilfreich!!

In der „Pirate Bay“ in unserer Unterkunft – den grandiosen Bungalows und der Villa am Piratenstrand – angekommen war es auch schon Zeit nach Masouri zu rollern, um nach einem kurzen Zwischenstopp bei der Tankstelle die ersten drei Teilnehmer – Sabrina, Silvia und Jürgen – bei Mike’s Bikes zu empfangen. Sie kamen dort direkt mit Costas unserem Taxifahrer an, der mit Sabrina und dem Gepäck weiter nach Kalamies düste. Wir anderen drei rollerten langsam hinterher, um den beiden Neulingen Eingewöhnungszeit für die Roller zu geben. Danach hieß es erstmal Unterkunft beziehen – ich in einem Bungalow, Silvie & Jürgen in einem Bungalow und Sabrina plus die anderen drei im Haupthaus. Im Anschluss machten wir es uns am Strand gemütlich.

Gegen 17 Uhr rollerte ich wieder zurück nach Masouri, um auch Björn und Stefan sowie die letzten beiden Roller abzuholen. Doch zu meiner Überraschung war auch schon Lore im Taxi bei Costas, womit die Gruppe komplett war. Auch wenn wir dann doch nur einen Roller bekamen, reichten die vier Flitzer aus um uns sicher über die Woche über die Insel zu transportieren.

Zurück in der Unterkunft machte sich die Rollerbande (bis auf einen Roller, bei dem gleich mal der Schlüssel verloren ging….) gleich ins benachbarte Emporios auf, um bei Eleni im Restaurant To Kyma ein leckeres Abendessen zu uns zu nehmen. Klassisch griechisch eben – lecker, viel und günstig 😉 Dort hatten wir auch Zeit uns kennenzulernen und den Plan für die Woche und vor allem den nächsten Tag zu besprechen – nach Kastelli sollte es gehen und das relativ früh, damit wir lange genug den Schatten genießen konnten. Zurück in der Unterkunft tauchte dann auch der Rollerschlüssel wieder auf 😉

 

Sonntag, 26.05.2019 – Kastelli

Um 7 Uhr Frühstück, um 8 Uhr Abfahrt, so ging der erste Urlaubstag für die Gruppe los. Trotz des frühen Starts waren alle gut gelaunt und wir fuhren schön gemütlich über die halbe Insel zurück Richtung Masouri, wo wir kurz vorher am Kletterspot Kastelli stehen blieben und uns auf zum ersten Sektor machten.

Mit Routen von 4c bis 6a konnten sich alle gemütlich einklettern und schon mal die Hände an den rauhen Fels gewöhnen. Cliprichtung, Exenrichtung, Umlenken, all das stand neben korrektem Sichern usw. am Theorieprogramm. Das war den meisten jedoch schon total geläufig und so konnten wir uns (bis auf mich) aufs Klettern konzentrieren. Ganz konnte ich es jedoch doch nicht lassen, und durfte zumindest einmal wie auf rohen Eiern und Fels krallen was das Zeug hält im Toprope ran. Geht doch 😉 Was die Ärzte da immer behaupten… Nein,… schlau war was anderes und daher beließ ich es auch bei der einen Route. Die anderen kletterten fröhlich drauf los und erarbeiteten sich sogar am ersten Tag gleich eine 6a (Gefährliche Brandung) bis uns die Sonne gegen 14 Uhr komplett erreicht hatte. Danach war bald Schluss und wir machten uns Richtung Masouri zu einem schönen Kaffee ins Monster Café auf.

Danach fuhren wir noch zum Supermarkt nach Mirties und kauften für die nächsten Tage für Frühstück und Proviant untertags ein. Vollgestopfte Rucksäcke und Roller zwangen uns zum langsamen Fahren und so tuckerten wir ganz gemütlich zurück in unsere Unterkunft, um uns auf die erste Yoga Session vorzubereiten.

Gegen 18 Uhr fanden wir uns also auf unserer kleinen Terrasse ein, die gerade mal für uns sieben reichte. Vorher noch schnell gefegt und Ameisen, Staub und Zeug von den Bäumen entfernt, legten wir alle unsere Matten aus. Für Björn und Stefan mussten wir noch mit Iso- und gewebter Matte improvisieren, da Stefanos erst abends mit den restlichen Yogamatten aus Rhodos zu uns stoßen würde. Wir gingen durch einige Grundpositionen durch und ich versuchte mir vor allem auf korrekten Ausführung, einen geraden Rücken und allgemeine Dehnungen zu konzentrieren. Über die Woche hinweg sollten wir das noch weiter ausbauen in ganze Flows. Hund, Krieger, Kobra, Drehungen und ein kleiner Sonnengruß waren aber schon dabei.

Danach fuhren wir erneut nach Emporios zum Abendessen, diesmal in eines der anderen Strandlokale, es wollte ja alles durchprobiert werden! Wieder zurück schaffte es spät abends dann auch Stefanos zu uns, der mich und die Gruppe die nächsten Tage unterstützen und begleiten würde.

 

 

Montag, 27.05.2019 – Sea Breeze & Arginonta Valley

An unserem zweiten Klettertag rückten wir also zu acht aus, was sich ganz genau auf die vier Roller verteilen ließ. Zuerst ging es wieder um 8 Uhr in den Sektor Sea Breeze. Dort starteten wir mit zwei Technikübungen, zuerst meine Lieblings-„Kreisel“-Übung, um die Entlastung der Füße bzw. Beine vor dem weiter setzen zu trainieren. Als zweite Übung wurden den Teilnehmern die Füße mit ein oder zwei Exen zusammengebunden, um die Schrittgröße zu verringern. So lernt man auch auf kleineren Tritten an- bzw. zwischenzutreten. Da die Sonne uns schon relativ früh gegen 11:00 erreicht hatte, blieb uns nicht mehr allzuviel Zeit für weitere Routen. Sabrina, Lore und Stefan erkletterten sich noch eine schöne 5c, wohingegen Björn sich an einer langen 6a versuchte. Silvia und Jürgen suchten sich eine kürzere aber schöne Verschneidungskletterei zum Abschluss des Vormittags aus.

Von der Sonne schon gut durchgebrutzelt, machten wir uns den kurzen Weg nach Arginonta auf, um uns bei Theo zu stärken. Hummus, Tzaziki und griechischer Salat standen am Speiseplan. Danach spazierten wir an den Strand in der Bucht von Arginonta, wo wir eine ausführliche Mittagspause machen. Erst gegen 15:30 machten wir uns wieder auf den Weg zu den Kletterfelsen, diesmal in den beliebten Sektor Arginonta Valley.

Nach einer Aufwärmroute, wagten sich Lore und Björn in zwei 6as, Stefan erkletterte sich eine 5c im Vorstieg, die ich dann auch verbotenerweise noch schnell klettern durfte 😉 Die nächsten beiden Tage bleiben die Klettersachen auch zu Hause, versprochen!! Nach ein paar Routen auf der linken Seite, wanderten wir an die zweite Wand auf der rechten Seite, wo sich Lore erneut eine 6a abholte und Silvie, Jürgen, Björn und Stefan die von Stefanos eingehängten 6as und 6bs im Toprope ausprobierten.

Den doch sehr langen Klettertag wollten wir nur mit einer kurzen Dehnsession in unserer Unterkunft abschließen und nahmen uns die nächste volle Yogasession für den kommenden Tag vor. Also wurden all unsere Gliedmaßen nur einmal von unten nach oben kräftig durchgedehnt und wir setzen uns danach zu einem gemeinsamen Abendessen in unserer Unterkunft zusammen, wo wir den Abend gemütlich ausklingen ließen.

 

Dienstag, 28.05.2019 – Gerakios / Trois Ilots

Unser dritter Klettertag startete mit einem von Silvie und Jürgen zubereiteten Rühreifrüstück sowie wie üblich Yoghurt, Honig mit Obst und Nüssen. Voll gestärkt rollterten wir die ganze Strecke durch Masouri, rauf auf den Berg und parkten unterhalb des Sektors Gerakios. Björn wollte sich heute lieber gemütlich am Strand entspannen und fuhr wieder zurück, während wir sieben den etwa 15-minütigen Aufstieg starteten.

Oben angekommen wärmten sich alle zunächst in schönen 5a und 5b Touren auf, die teilweise für den Grad ganz aufregende Finali zu bieten hatten. Danach gab es über Stef eingehängt eine harte 6a zu probieren, in der es einen kleinen Überhang und Bauch mit kleinen Tritten und Griffen zu überwinden gab. Hier blieb einiges an Haut an der Wand 😉 Zum Schluss kletterten fast alle die bis dahin wohl schönste Tour auf der Insel, eine schön homogene 5c (Délice Choc) mit einer Verschneidung, großen Taschen und ein bisschen Wandkletterei zum Abschluss. Und tolle Fotos wurden in der Tour auch geschossen!

Gegen 14 Uhr hatten wir genug von der Sonne, stiegen ab und fuhren runter nach Masouri, um uns in der Fatolitis Bar einen gemütlichen Drink zu gönnen. Bier, Frappé, Orangensaft und Sandwiches richteten uns wieder auf und mit Björn, der zu uns gestoßen war, konnten auch alle wieder zurück nach Kalamies kommen. Ich fuhr Stefanos in der Zwischenzeit zum Hafen nach Pothia, da er wieder zurück nach Rhodos musste. Danach stieß ich in Kalamies wieder zur Gruppe und wir machen uns für unsere zweite volle Yogasession bereit. Mit den brandneuen rosa Yogamatten ausgestattet, die uns unsere Freunde von Rhodescape aus Rhodos freundlicherweise geliehen hatten, widmeten wir uns primär dem Thema Gleichgewicht: Baum, schiefer Baum, Krieger Varianten, Standing Split, Halbmond und unterschiedliche Dreh-, Sitz- und Liegeübungen beschäftigten uns für gut eine Stunde. Danach machten wir uns fertig fürs Abendessen, zu dem es heute zu Miltos nach Masouri ging. Es geht nichts über viele griechische Vorspeisen für den ganzen Tisch, danach ist man meistens auch schon satt 🙂 Im Ort konnte im Anschluss auch noch ein wenig geshoppt werden – sowohl unsere Küche gab es aufzufüllen als auch den einen oder anderen Klettershop abzuklappern.

 

Mittwoch, 29.05.2019 – Summertime

Endlich konnte mal ausgeschlafen werden :-))) Heute hatte ich den Teilnehmern einen ruhigen Vormittag versprochen, um die geschundenen Kletterknochen erholen zu können. Wir machten also individuell ein kleineres oder größeres Frühstück, bevor wir uns um 10:00 zu einer sanften Yogasession zusammen fanden. Da alle noch recht steif waren, konzentrierten wir uns nicht auf große wilde Verrenkungen, sondern darauf jeden Muskel uns jedes Gelenk sanft aufzuwecken. Mit einer kühlen Brise und ein paar Sonnenstrahlen auf der Haut, was war das für ein wunderbarer Start in den Tag!

Während ich dann zu einer genüsslichen Massage nach Masouri fuhr, faulenzten die anderen verdient in unserer Bucht und wir trafen uns gemeinsam wieder um 13:30 am Parkplatz des Sektors Summertime, der um diese Zeit gerade in den Schatten kam. Im unteren Teil wurden Routen von 4c bis 5c geklettert. Während Silvia & Jürgen noch den Leuchtturm (5c) besteigen wollten, was auf Grund eines Seilverhängers zu einem ganz schönen Abenteuer ausartete, gingen wir anderen hinauf in den Subsektor Summerwine. Dort kletterte Lore erneut eine schöne 6a (Shiva + Dimitris), die oben auf Grund der Ausgesetztheit doch den Kopf etwas anstrengte. Björn war in einer gut überhängenden 6a (Didi, Hermana Di Alma) voll in seinem Element. Als die Route im Vorstieg eingehängt war, ging er sie gleich zweimal im Toprope hinterher 😉

Zu einem „kleinen“ griechischen Abendessen hatten wir danach erneut bei Theo reserviert, wo wir den ersten (und um ehrlich zu sein auch gleichzeitig den ganzen) Hunger zu stillen, Hummus, Tzaziki und griechischen Salat bestellten. Die „kleine“ Grillplatte danach, die aus gefühlt 5kg Fleisch pro Person – Würsten, Lammbällchen, Spießen, Kottelettes, Steaks,…. – bestand, wurde mit zwei Schüsseln Pommes und eine Platte Gemüse ergänzt, damit wir auch nicht hungrig bleiben… Da wir nur schweren Herzens alles stehen lassen konnten, wurde Moral bewiesen und noch einiges weggegessen. Den Rest ließen wir uns einpacken, um uns die nächsten Tage u.U. noch damit zu versorgen. Um sicher zig Kilo schwerer rollerten bzw. rollten wir zurück in unsere Unterkunft und fielen schwer ins Bett. Morgen hieß es erneut früh aufstehen, da uns um 08:15 bereits George mit dem Boot in Emporios für unseren Klettertag auf Telendos abholen würde.

 

Donnerstag, 30.05.2019 – Telendos (Lambda & Miltiadis)

Für unseren langen Tag auf Telendos organisierte ich mir erneut Unterstützung in Form eines befreundeten Klettertrainers, Fred, ein Franzose der seit knapp drei Jahren auf der Insel lebt und als Kletterlehrer arbeitet. Wir trafen uns also alle um 08:15 in Emporios am Hafen, wo uns George vom On The Rocks Café auf Telendos abholte und zum Sektor Irox fuhr. Dort angekommen nahmen wir den schweißtreibenden Aufstieg zum Sektor Lambda in Angriff. Zum Glück waren an diesem Tag ein paar Wolken am Himmel, die die Sonne etwas abschwächten. Oben angekommen machte Fred mit uns ein tolles Aufwärmprogramm, um danach durchgedehnt und mobilisiert in die Routen einsteigen zu können. Wir starteten auf der rechten Seiten mit ein paar schönen Routen zwischen 5a und 5c. Während Fred mit Björn, Stefan und danach auch Sabrina und Lore in den linken Wandteil in die langen schwereren Routen wechselten, zeigte ich Silvia und Jürgen das Abseilen. Nach einem Durchgang am Boden und einem auf Höhe der vierten Exe durften die beiden sich selbst von ganz oben abseilen. Tja, manchmal kommt es aber anders als man denkt und nachdem Silvie der Tube aus der Hand flutschte und am Boden landete, musste sie doch wieder abgelassen werden. Das passierte jedem mal und Hauptsache wir trugen alle einen Helm und keinem fiel das Ding auf den Kopf 😉

Danach stießen auch wir drei zu den anderen an der Hauptwand wo Routen zwischen 5c+ und 6b vorgestiegen wurden. Ein Highlight war sicher Telendos Star (6a), Hot Chilli (5c+) und Progressive Rock (6a). Zum Schluss wagten sich Lore noch in Lava (6a+) und Björn in Lambda (6a+) und konnten diese erfolgreich niederringen 🙂 Dann wurde uns doch zu heiß trotz teilweiser Bewölkung und wir wollten weiter ziehen in den Sektor Miltiadis.

Nach ca. 45 Minuten Wanderung über die Sektoren Glaros und Eros, wo es für uns nicht so viel zu holen gab und außerdem (zumindest in Eros) gefühlt alle Kletterer sich für die Nachmittagssession versammelt hatten, waren wir in Miltiadis angekommen. Dort durfte zunächst mal Fred ran und wärmte sich mit 6a und 6c auf, rutschte dann leider einmal in der 7a ab und holte sich zum Schluss dafür noch mit Et Voilá (7a+) im onsight. Lore, Stefan und Sabrina waren schon recht platt und begnügten sich mit Sebasti (6a), ebenso Silvia und Jürgen mit Telendos Star (5a). Björn arbeitete sich mit eingebautem Sturztraining noch Sficonis (5c+) hinauf. Das reichte aber dann auch und alle waren froh, als uns George erneut mit dem Boot bei St. Constantine Chapel abholte und uns zu seinem Restaurant brachte.

Im On The Rocks Café wurden erstmal Hände gewaschen, Durst und danach ausführlich der Hunger mit verschiedensten Vorspeisen gestillt. Wir mussten sogar nochmal nachbestellen, was bei den griechischen Portionen auf unseren doch anstrengenden Klettertag schließen ließ. Gegen 21:45 durfte uns George noch die ganze Strecke zurück nach Emporios fahren, was auf Grund der Dunkelheit und den unglaublich vielen Segelbooten in der Bucht eine ganz schöne Herausforderung war. Aber natürlich hat unser Captain diese grandios gemeistert! Danke George!!

 

Freitag, 31.05.2019 – Palionisos Bay

Und so schnell war es schon fast vorbei… Der letzte Klettertag stand an und wir hatten leider mit Björn und Stefan zwei Ausfälle zu verzeichnen, die sich lieber am Strand die Sonne auf den (nicht vorhandenen) Bauch scheinen lassen wollten. Also brachen wir erneut allerdings nur zu fünft auf nach Palionisos Bay. Lore kam mit ihrer ersten Rollerfahrt also gleich in den vollen Genuss eines Berges sowie einer Schotterstraße und dann noch der Kombination Berg & Schotter 😉 Gut gerollert, Lore!

Der Zustieg hielt sich zum Glück in Grenzen und so konnten wir kurz nach halb 9 zu klettern beginnen. Das war auch nötig, da an diesem Sektor die Sonne extrem früh herein kommt. Das war uns allerdings klar und für einen kurzen Abschlussvormittag war es genau das richtige. Während Silvia und Jürgen auf der rechten Seite mit zwei Plattenrouten starteten, nahmen Lore und Sabrina eine wunderschöne Jug Parade (5b) auf der linken Seite in Angriff, die neben großen Löchern, riesigen Griffen und Bäuchen alles zu bieten hatte. Vor allem die ab nun weit verbreitete Weisheit „Wenn du deinen Kopf ins Loch steckst, muss er da auch wieder raus“ hat uns wieder mal schallend zum Lachen gebracht. Auch ich durfte trotz Verbot vom Arzt und drei Tagen braves nicht klettern noch einmal im Toprope an und absolvierte somit erfolgreich 3 Routen auf Kalymnos – naja besser als gar nichts und passiert ist zum Glück auch nichts, das hätte ich mir natürlich nicht verziehen… Während Silvie und Jürgen zu uns rüber wechselten, um auch die Jug Parade zu klettern, ergab sich Lore ein letztes mal meiner Empfehlung und nahm für mich einer der schönsten Routen auf Kalymnos, Iltis (6a+), in Angriff. Mit ein zwar – ich will mir schon sicher sein, dass da was kommt – Pausen kletterte sie diese wunderbar hinauf und durfte zum Abschluss wie natürlich alle richtig stolz auf sich sein!

Bereits um 11:00 brachen wir hier unser Lager allerdings wieder ab, da die Sonne einfach zu stark war – kein Wölkchen am Himmel, aber dafür auch keine anderen Kletterer an unserem Privatsektor konnten uns einfach leider trotzdem nicht überzeugen. Wir kehrten nach dem Abstieg also in der Taverna Illias ein, wo wir uns stärkten, bevor es zurück in unsere Bucht zu einem gemütlichen Strandnachmittag ging. Abends stand dann noch gegen 17:00 unsere letzte Yogasession am Programm. In knapp einer Stunde machten wir recht dynamisch fast alles durch, was wir über die Woche gelernt hatten und konnten uns dann fertig machen, um erneut nach Masouri in die Stadt zu fahren. Es musste auch noch getankt werden, da Mike seine Roller gerne voll zurück bekommt 😉

Für unser letztes Abendessen hatte ich in der Aegean Tavern, eines meiner Lieblingsrestaurants auf Kalymnos, reserviert. Mit grandiosem Ausblick auf das Meer und Telendos aßen wir uns erneut durch die Vorspeisenkarte. Den Abschluss bildeten wieder einmal die Honigbällchen, die hier sogar mit Walnusseis serviert wurden. Ein kleiner Bummel durch den Ort für die einen, ein Cocktail bei Micki für die anderen und zum Abschluss noch ein kleines Getränk bei uns am Strand, so ließ sich der letzte Abend doch genießen!

 

Samstag, 01.06.2019 – Abreisetag

Ganz früh mussten uns bereits Lore, Silvia und Jürgen verlassen – Costas holte die drei plus meinen Koffer bereits um 6 Uhr Früh in Kalamies ab… Wir anderen konnten noch ein improvisiertes Sandwich-Frühstück in unserer Unterkunft „genießen“ (naja, Restessen ist so eine Sache…). Stefan, Björn und Sabrina entschlossen sich dann dazu doch nochmal richtig nach Emporios frühstücken zu gehen. Ich genoss die letzten Stunden auf Kalymnos am Strand und nachdem ich mich von den anderen verabschiedet hatte, rollerte ich nach Masouri, ging noch gemütlich Kaffee trinken, ein Eis essen und zu Dimitrios zu meiner Abschlussmassage. Dort holte mich Costas um 14 Uhr ab und brachte mich zu meiner Fähre nach Rhodos. Die drei anderen machten noch mit einer kleinen Honig-Roller Tour die Insel unsicher und wurden dann abends von Costas zur Fähre gebracht.

Wie immer am Ende meiner Berichte bleibt mir eigentlich nur zu sagen:

DANKE!!! An die tollen Teilnehmer, dass ihr mich die Woche so toll mit Tragen und Vorturnen und selbst Routen abbauen unterstützt habt! Beim nächsten mal hänge ich euch die Touren gerne wieder ein 😉

Würde mich freuen auch dich, lieben Leser oder liebe Leserin, mal auf einer unserer Kletterreisen kennen lernen zu dürfen. Unsere nächsten Reisen in der Gegend gehen nach Rhodos, zum Yoga & Klettern wieder nach Kalymnos, zum Segeln & Klettern nach Griechenland.